|
|
|
Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
in Hersbruck hat kein Geld - wo soll gespart werden? 06.01.2010 16:01von Wolfgang Schröpfer • 44 Beiträge
Hier als Anhaltspunkt für die Diskussion mal der Link zum Verwaltungshaushalt bei Hersbruck.de http://www.hersbruck.de/download/haushal...ushalt_2009.pdf
Fette Posten des Verwaltungshaushaltes in der Reihenfolge wie aufgefunden ohne Bildung und auch einige andere Posten wie Wasser und Abwasser, die meiner Meinung nach sein müssen. Aber es darf ja jeder selbst schauen.
U-Abschnitt 1300 Freiwillige Feuerwehr Hersbruck Zu-/Überschuss -207.150 €
U-Abschnitt 3210 Deutsches Hirtenmuseum Zu-/Überschuss -194.100 €
U-Abschnitt 3529 Stadtbücherei Hersbruck Zu-/Überschuss -95.250 €
U-Abschnitt 5819 Parkanlagen und öffentliche Grünflächen Zu-/Überschuss -370.400 €
U-Abschnitt 6300 Gemeindestraßen Zu-/Überschuss -523.700 €
U-Abschnitt 6709 Straßenbeleuchtung Zu-/Überschuss -218.000 €
U-Abschnitt 6751 Straßenreinigung Zu-/Überschuss -167.900 €
U-Abschnitt 7690 Begegnungsstätte "Hopfensiegelhalle" Zu-/Überschuss -137.950 €
U-Abschnitt 7901 Touristinformation Zu-/Überschuss -143.900 €
U-Abschnitt 7911 Sonst. Förderung v. Wirtschaft u. Verkehr Zu-/Überschuss -366.700 €
Wo ist da wohl die Therme versteckt? Ein eigener Abschnitt existiert wohlweislich nicht. Vielleicht im Einzelplan 9 "Allgemeine Finanzwirtschaft" mit fast eineinhalb Millionen minus. Pro Jahr versteht sich.
Vielleicht kann das jemand aufklären. Ich freue mich jedenfalls auf konstrutive Beiträge.
Wolfgang Schröpfer
RE: Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
in Hersbruck hat kein Geld - wo soll gespart werden? 07.01.2010 10:32von Franky • 22 Beiträge
Zuschuß wird wohl bedeuten, dass die Stadt etwas zuschießen muß, um einen ausgeglichenen Haushaltsposten zu haben. Die Touristinfo z. B. kostet den Hersbruckern 143000 Euro im Jahr. Sie hat zwar auch Einnahmen. Wohl so etwas ähnliches wie Kurtaxe. Aber Hersbruck leistet sich eben fürs Hörerabnehmen hochqualifiziertes, studiertes und somit auch teures Personal. Deswegen gibt es hier keinen Überschuß - was theoretisch denkbar wäre - sondern dickes Minus.
Du merkst schon Herwig, dass bei der Touristinfo für mich ein Ansatzpunkt für Einsparungen wäre. Für andere sind es Parkanlagen oder das Hirtenmuseum oder die Hopfensiegelhalle. Die Frage wird wohl sein: Was braucht man unbedingt, wo kann man einen Teil sparen ohne das Ergebnis zu verschlechtern?
RE: Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
in Hersbruck hat kein Geld - wo soll gespart werden? 17.01.2010 17:21von Hersbrucker • 12 Beiträge
Lieber Wolfgang Schröpfer,
diese Fragen würde ich entweder schriftlich an die Stadt oder z. B. auch mündlich an einen (oder auch wahlweise mehrere) der Hersbrucker Stadträte stellen. Sicherlich werden Sie da eine kompetentere Antwort erhalten, als hier im Forum, wo doch eher spektuliert wird, frei nach dem Motto: 'nix genaus wass ma ned'
Freundliche Grüße vom
Hersbrucker
RE: Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
in Hersbruck hat kein Geld - wo soll gespart werden? 17.01.2010 19:31von Wolfgang Schröpfer • 44 Beiträge
Lieber "Hersbrucker",
danke für die Aufklärung - wäre ich nicht drauf gekommen. Es geht doch hier nicht darum, dass ich eventuell nicht weiß, wen ich fragen soll! Es geht darum, dass sich hier verschiedene Argumente austauschen, damit man besser abwägen kann, was wichtig ist. Dafür ist ein Internetforum da!
Gruß
WS
RE: Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
in Hersbruck hat kein Geld - wo soll gespart werden? 17.01.2010 20:06von Hersbrucker • 12 Beiträge
RE: Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
in Hersbruck hat kein Geld - wo soll gespart werden? 18.01.2010 14:13von Wolfgang Schröpfer • 44 Beiträge
RE: Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
in Hersbruck hat kein Geld - wo soll gespart werden? 18.01.2010 23:15von Franky • 22 Beiträge
Für mich ist der Punkt Stadtbus ein Reizthema. Wenn ich die fünfzigsitzigen Busse mit drei Leuten rumfahren sehe, krieg ich die Krise. Aber wahrscheins gibts irgendwoher einen fetten Zuschuss... Aber egal, ein Zehnsitzer würde doch locker ausreichen und wohl auf jeden Fall billiger sein.
Mir ist das Gedöns mit Hersbruck und Tourismus etwas zuviel. 144000 Miese von der Touristinfo. Das könnnten wir uns sparen. Zum großen Teil zumindest.
Wie der Bürger in der Schulaula schon gesagt hat: Das Geld kommt von der Industrie... Die qualifizierten Arbeitsplätze übrigens auch. Immer und überall gehts in Hersbruck um Tourismus. Was haben wir denn besonderes? Sicher, hier lässt es sich ganz gut leben - aber veritable Touristenattraktionen sehe ich einfach nicht. Wir sind ein nettes fränkisches Städtchen. Nicht mehr und nicht weniger. Der Thermenparkplatz hat wahrscheinlich noch keine fünf Busse gesehen.
Wahrscheinlich ist die Arbeit, Industrieansiedlungen zu bekommen, nicht so glamourös wie für Slow City zu werben. Womit ich nichts gegen Slow City gesagt haben will. Aber was bringt es dem Einzelnen? Aber jetzt komme ich vom Hunderdsten ins Tausendste.
Busse, Touristinfo, Hirtenmuseum (ich habe da keine Beziehung zur Hirtenbranche - ehrlich, außer dass ich als Kind Cowboy und Indianer gespielt habe.) Früher - als es noch ein Heimat- und Hirtenmuseum wahr, hatte ich mehr Bezug dazu. Aber jetzt haben wir eine Kuratorin und eine pädagogisch wertvolle Ausstellung. Und 200000 Euro Verlust im Jahr. Für wen bitte? Es ist doch eben leider nicht so, dass wegen dem Hirtenmuseum Bussladungen voller Museumsbesucher in der Hersbrucker Hotelerie übernachten. Und selbst wenn. Ich habe leider kein Hotel.
Nicht dass wir und falsch verstehen. Ich habe nichts gegen die Touristinfo und auch nichts gegen das Hirtenmuseum. Aber muß man da überall draufzahlen? Wenn bei der Touristinfo nichts reinkommt, warum haben wir die denn? Müssen Museen automatisch Draufzahlgeschäfte (Marketing?) sein? Wenn ja - warum muß sich Hersbruck so etwas leisten?
Aber bevor ich wieder alles schlecht rede (Schäufele ;-) ) melde ich mich für´s erste ab.l
RE: Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
in Hersbruck hat kein Geld - wo soll gespart werden? 19.01.2010 23:10von Hansi • 4 Beiträge
Natürlich wird nicht gespart, solange man noch einen neuen Kredit bekommt. Da wird das Regieren dann sonst kompliziert. Und wenn überhaupt gespart wird, dann nur gleichmäßig mit dem Rasenmäher. Dann muss man sich nirgendwo mit Argumenten rechtfertigen.
Aber vielleicht irre ich mich ja auch. Und ich werde positiv überrascht.
Aber ich habe ein konkretes Sparbeispiel und/oder Diskussionspunkt: Touristinfo. 144.000 € Verlust p. a. Einnahmen 19.000 € p. a., Übernachtungen ohne Klinik etc. laut Hersbruck.de 20.000 im Jahr. Wenn für jede Übernachtung 5 € (Gegenwert ein Glas Wein) vom Hotelier an die Stadt für die Touristinfo gezahlt würden, wären wir schon fast bei einer schwarzen Null. Jetzt, da für die Übernachtungen nur 7% Mehrwertsteuer abgeführt werden müssen, ist das sicher kein Problem.
Wenn nun die Hoteliers argumentieren, dass die meisten Gäste direkt bei Ihnen buchen und sie deswegen nichts zahlen wollen, hat die Stadt die Gewissheit, bei einer weitgehenden Streichung (der horrenden Personalkosten) der Touristinfo keinen Schaden zu verursachen, sondern im Gegenteil den Stadtsäckel mit aktuell 144.000 € zu entlasten.
Ich habe auch schon mal das Argument gehört, dass Übernachtungsgäste noch zusätzlich Geld beim Hersbrucker Handel lassen. Aber ich kann es nicht glauben. Kleidet sich da jemand neu ein oder kauft einer schnell ein Auto oder ein paar Kleinmöbel? Eher nicht. Viele Gäste werden aus beruflichem Grund hier übernachten. Also Job erledigen und dann wieder heim. Das heißt für mich. Den Profit an Gästen haben so gut wie ausschließlich die Hoteliers. Gönne ich ihnen. Aber warum sollen alle Bürger dann die Touristinfo finanzieren?
Also – hier ist riesiges Sparpotential. Mit den eingesparten Mitteln würde sich dann leicht ein Stadtmanager bezahlen lassen.
RE: Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
in Hersbruck hat kein Geld - wo soll gespart werden? 08.02.2010 15:36von mac • 2 Beiträge
Hallo Hersbrucker,
zufällig bin ich hier gelandet und möchte meinen SENF LOSWERDEN.
(Anregung habe ich auch an die Bürgermeisterkanditaten gegeben)
Sehe ich mir den Verwaltungshaushalt an so frage ich mich generell nach der Profesionallität der Verwaltung.
Ist es nötig dass in einem Management unbedingt so viele Beamte mit (nicht kalkulierten - auf unsere Kinder als Belastung verschobene) Altersbezügen sitzen.
Sind die den soviel besser als freiberuflich nach Leistung bezahlte Manager?
Beispiel.
(davon bin ich betroffen)
Der Waldorf Kindergarten in Ellenbach erhält 0,- EUR Zuschüsse (45 Kinder).
Die städtischen Kindergärten und sonstigen Kindergärten erhalten (negative Betriebsergebnisse + Mieten bei den städtischen KiGa etwa 450.000 EUR) - Zuschüsse zu den kirchlichen und anderen KiGa: etwa 80.000 EUR
bei geschätzten 300 Kindern (etwa aufgrund der kinderbezogenen Förderung geschätzt - städtische Kindergärten etwa 200 Kinder)
Ich Frage mich einfach - wie können hier pro Kind (städtische KiGa) über 2000,- EUR/Jahr ausgegeben werden wo freie Träger im Minimum eine schwarze Null schreiben müssen.
Hier ist wie in vielen Bereichen Potential vorhanden.
(Beamtengehälter betragen 880.000,- EUR/Jahr (inkl. Alterszahlungen - die werden aber noch stark unsere Kinder belasten da keine Rentenzahlungen)
(- ich würden den Bürgemeisterjob für die 110.000 EUR/Jahr schon gerne machen - bin halt neidisch)
Man kann vieles Ändern und die Sachen hinkriegen - Mut.
P.S: ich denke die Therme ist im Vermögenshaushalt unter der ominösen Position 6100 - 9490 sonstige Maßnahmen nach Beschluss des Stadtrats (450.000,- EUR ) + evtl. 6100-9870 Zuschüsse (Privatsanierung) 100.000,- EUR (wer wird denn hier privat saniert ???) versteckt.
Have a good Day
RE: Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
in Hersbruck hat kein Geld - wo soll gespart werden? 09.02.2010 20:03von Wolfgang Schröpfer • 44 Beiträge
Hallo Mac,
ein wirklich interessanter Ansatz. Was Waldorf-Kindergärten angeht, scheintst Du der Fachmann zu sein. Erkläre doch mal für die Laien die Unterschiede.
Zitat von mac
Hallo Hersbrucker,
zufällig bin ich hier gelandet und möchte meinen SENF LOSWERDEN.
(Anregung habe ich auch an die Bürgermeisterkanditaten gegeben)
Sehe ich mir den Verwaltungshaushalt an so frage ich mich generell nach der Profesionallität der Verwaltung.
Ist es nötig dass in einem Management unbedingt so viele Beamte mit (nicht kalkulierten - auf unsere Kinder als Belastung verschobene) Altersbezügen sitzen.
Sind die den soviel besser als freiberuflich nach Leistung bezahlte Manager?
Beispiel.
(davon bin ich betroffen)
Der Waldorf Kindergarten in Ellenbach erhält 0,- EUR Zuschüsse (45 Kinder).
Die städtischen Kindergärten und sonstigen Kindergärten erhalten (negative Betriebsergebnisse + Mieten bei den städtischen KiGa etwa 450.000 EUR) - Zuschüsse zu den kirchlichen und anderen KiGa: etwa 80.000 EUR
bei geschätzten 300 Kindern (etwa aufgrund der kinderbezogenen Förderung geschätzt - städtische Kindergärten etwa 200 Kinder)
Ich Frage mich einfach - wie können hier pro Kind (städtische KiGa) über 2000,- EUR/Jahr ausgegeben werden wo freie Träger im Minimum eine schwarze Null schreiben müssen.
Hier ist wie in vielen Bereichen Potential vorhanden.
(Beamtengehälter betragen 880.000,- EUR/Jahr (inkl. Alterszahlungen - die werden aber noch stark unsere Kinder belasten da keine Rentenzahlungen)
(- ich würden den Bürgemeisterjob für die 110.000 EUR/Jahr schon gerne machen - bin halt neidisch)
Man kann vieles Ändern und die Sachen hinkriegen - Mut.
P.S: ich denke die Therme ist im Vermögenshaushalt unter der ominösen Position 6100 - 9490 sonstige Maßnahmen nach Beschluss des Stadtrats (450.000,- EUR ) + evtl. 6100-9870 Zuschüsse (Privatsanierung) 100.000,- EUR (wer wird denn hier privat saniert ???) versteckt.
Have a good Day
RE: Fette Haushaltsposten im Verwaltungshaushalt
in Hersbruck hat kein Geld - wo soll gespart werden? 22.02.2010 22:54von mac • 2 Beiträge
Halo Herr Schröpfer,
erst mal Entschuldigung für die späte Antwort - war mal Skifahren (das erste mal seit 25 Jahren)
Fachmann bin ich nicht, aber engagiert.
Da der Waldorf Kindergarten von einem gemeinnützigen Verein getragen wird gibt es keine Möglichkeit ein negatives Betriebsergebnis auszugleichen. (Kredite sind bei nicht persönlicher Haftung ja fast unmöglich). Sieht man den Leistungsumfang (eine Betreuungsquote von unter 10 d.h. pro ausgebildetem Kinderpfleger/in weniger als 10 Kinder) und andere Zusatzleistungen des Kindergartens die im Preis enthalten sind so ist dieser vergleichsweise sogar günstiger als manches andere Angebot (subjektive Meinung von mir - da ich finde dass Kinder nicht nur beaufsichtigt werden sollten sonder pädagogische Arbeit und altersgerechte Betreuung wichtig sind).
Ich denke nicht dass man FDP like alles privatisieren sollte - aber in manchen Bereichen währe zumindest ein professionelles Management ( Werte orientiert - nicht dem "Aktionär " verpflichtet) sinnvoll.
Ich sehe als großes Problem der Politik das schon lange von mir beobachtete Abrücken vom " gewählten und dem Wähler verpflichteten Volksvertreter) (vielleicht weil ich auch mit den Jahren stärker sensibilisiert bin) zum Lobbyismus aller Couleur .
Fakt ist:
private Kindergärten müssen mit dem Geld auskommen das Sie Kinderbezogen erhalten.
(und selbst das ist ein ewiger Kampf mit manchen unverbesserlichen Bürgermeistern die es auf eine Klage auf Kosten der Steuerzahler anlegen obwohl diese Verpflichtung im bay. Sozialgesetz festgeschrieben ist denn zahlt die Gemeinde die Gastbeiträge nicht so fallen auch die kinderbezogenen Zuschüsse des Landkreises weg. Im Falle des Waldorf Kindergartens müssen dann die anderen Eltern die Fehlbeträge für diese Kind schultern.)
(wir kalkulieren etwa zu je 1/3 Elternbeiträge, kinderbezogene Zuschüsse der Gemeinden und des LK)
Ich hoffe das war ausführlich und noch verständlich.
(noch zur Anmerkung: die Interpretation des Haushalt erfolgte nach meinen Laienhaften Verständnis - aber die städtischen Kindergärten bekommen die Kinderbezogenen Zuschüsse auch (auch Elternbeiträge) und die im Haushalt genannten Zahlen mußten zusätzlich von den Steuerzahlen - auch denjenigen die ihre Kinder private Kindergärten geben, erbracht werden)
Grüße
|
|
Forum Statistiken
Das Forum hat 69
Themen
und
158
Beiträge.
|
antworten



Besucher
Forum Statistiken