Heute in der HZ zu lesen: Realschule muß für mindestens 7(!!!) Millionen saniert werden. Es geht um schädliche Dämmstoffe, schöne Farben, energetische Sanierung und dadurch wieder notwendig gewordene aufwändige Belüftung. Brandschutz ist auch erwähnt (immer ein gutes Argument).
Interessant wäre doch: Wie viele Jahre muß um wie viel weniger geheizt werden, um die Sanierungskosten wieder reinzuholen? Und wie viel Energie wird gebraucht um die neu notwendigen Dämmstoffe herzustellen, zu transportieren und anzubringen? Wieviel Energie wird verbraucht, um die dafür notwendigen Gelder zu verdienen? Also eine realistische Energiebilanz ist gefragt.
Vielleicht ist es übelegenswert, solche extrem aufwändigen energetischen Maßnahmen nur bei Neubauten anzuwenden.
In welchen Gebäuden sind welche gefährlichen Dämmstoffe? Und läßt man die nicht vielleicht besser dort in Ruhe, wo sie sind?
Die Farben!!! Jetzt wird der neue unbunte Farbtrend gelobt. Vorletztes Jahr war er noch bunt. Und in zwei Jahren sind dann erdige Pastelltöne trendig? Kreisräte als Modeberater! Man könnte auch alles so natürlich (Beton ist eben Beton, das ging Jahrezehnte so) lassen wie es ist. Oder - wenn es unbedingt sein muß - eben einfach neu streichen.
Aber dann verdienen ja die Architekten - die gleichzeitig auch noch beste Beziehungen haben oder gleich Kreisrat sind - nichts. Die Frage ist doch wie immer: Würde alles genauso passieren, wenn es ums eigene Geld ginge?